Erdgas
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Die Erdgas BHKW Anlage
Ein Blockheizkraftwerk kann je nach Motor mit unterschiedlichen Energieträgern betrieben werden. Dazu gehört z.B. auch Erdgas. Der Brennstoff ist ein Naturgas. Wie Erdöl, entsteht das Gas im Inneren der Erde. In den meisten Fällen handelt es sich um Methan. Mittlerweile ist bekannt, dass Erdgas in sehr großen Vorkommen vorhanden ist. Meistens findet man Erdgas dort, wo auch Erdöl gelagert ist. In dieser Rubrik haben wir für Sie viele nützliche Infos rund um das Thema Erdgas als BHKW Energieträger zusammengestellt.
Erdgas Eigenschaften und Nutzung
Ähnlich wie das Öl, entsteht Erdgas nicht von heute auf morgen, sondern wird unter Luftabschluss und einem sehr hohen Druck gebildet. Als Rohstoff dienen abgestorbene Pflanzen und Mikroorganismen. Daher gehört Erdgas auch zu den fossilen Brennstoffen. Deren großer Nachteil ist es ja bekanntlich, dass sie nur in einem begrenzten Umfang zur Verfügung stehen. Generell wird Erdgas dafür genutzt, um Wärme zu produzieren. Experten gehen davon aus, dass das Gas bereits vor über 2000 Jahren verwendet wurde. Vor allem in den USA gibt es bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts große Erdgaslieferanten. In Europa kam die Nutzung erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts so richtig in Schwung. Erdgas hat den Vorteil, dass man ihn zum Transport bzw. zur Lagerung in verschiedene Aggregatzustände versetzen kann. So wird auf der einen Seite das Volumen reduziert und zum anderen die Entzündlichkeit herabgesetzt. Generell wird das Erdgas sowohl in liquider als auch in gasförmiger Form angeboten. Vor allem, wenn das Gas aus externen Leitungen bezogen wird, ist letztere Variante üblich. Alleine in Deutschland gibt es rund 46 unterirdische Erdgasspeicher. In der Regel wird dieses Gas in sogenannten Gasturbinenkraftwerken eingesetzt, die ihrerseits Strom und Wärme produzieren.
Seit einiger Zeit ermöglicht es der technische Fortschritt, dass auch Motoren (z.B. Autos) damit betrieben werden. Daher findet man an zahlreichen Tankstellen mittlerweile auch Erdgaszapfsäulen. Das Gas ist komprimiert und flüssig und wird daher auch LNG (Liquid Natural Gas) bezeichnet. Wer ein BHKW mit Erdgas betreiben möchte, muss beim Kauf darauf achten, dass die Anlage auch einen Gasmotor besitzt. Generell kann bei Mikro und Mini Blockheizkraftwerken auf einen normalen Automotor zurückgegriffen werden. Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist sicherlich der „Volkswagen BluePower“.
Erdgas Anlage als BHKW Energieträger
Die Nutzung von Erdgas als BHKW Energieträger ist sehr populär. Generell werden Erdgas Mikro- und Mini Anlagen von einem Verbrennungsmotor (z.B. von Volkswagen) aus betrieben. Meistens handelt es sich hierbei um einen Otto- oder Zündstrahlmotor. Bei großen Anlagen über 50 kw kommen auch häufig Gasturbinen zum Einsatz. Kleinere Varianten bis 50 kw nutzen hingegen meistens einen Verbrennungsmotor. Diese verbrennen den Treibstoff – in diesem Fall Erdgas – und treiben so den Motor an, welcher wiederum mechanische Energie erzeugt. Da bei diesem Vorgang auch Abgase entstehen, muss die Anlage auf jeden Fall mit einem speziellen Abgassystem ausgestattet sein, welche die Abgase nach außen leitet. Wie bei einem Auto, sind die Motoren mit einem 3-Wege-Katalysator ausgestattet, die den vorgeschriebenen Anforderungen entsprechen.
Erdgaspreise
Eine sehr ärgerliche Angelegenheit war bis 2010 sicherlich die sogenannte Preisbindung für alle Gasanbieter. Dies bedeutete, dass der Preis für Erdgas immer an den des Erdöls gebunden war. Sehr zum Nachteil der Kunden. Der deutsche Bundesgerichtshof kippte im März 2010 die Bindung. Allerdings ist derzeit nicht damit zu rechnen, dass die Erdgaslieferanten ihre Preise senken werden, sondern sie auf dem alten Niveau erhalten oder sogar erhöhen. Generell ist der Erdgaspreis vom Weltmarkt und dem jeweiligen Anbieter abhängig.
Wer auf fossile Brennstoffe komplett verzichten möchte, kann auch andere Gasvarianten nutzen. Dazu gehört unter anderem Bio-Gas, welches aus den verschiedensten nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Mais) gewonnen werden kann.
