Pflanzenöl
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Das Pflanzenöl BHKW
In den regenerativen Energien liegt die Zukunft der Energieversorgung im 21. Jahrhundert. Dies gilt auch für den Betrieb eines Blockheizkraftwerks. Im Gegensatz zu den fossilen Brennstoffen ist der Nachschub an regenerativen Rohstoffen nahezu unbegrenzt. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Umwelt aus. Daher gibt es seit einigen Jahren vielerorts das Bestreben, die Entwicklung regenerativer Energieträger zu verbessern bzw. zu entwickeln. Auf der einen Seite wird die Forschung in diesem Bereich massiv gefördert. Auf der anderen Seite erhalten Verbraucher Zuschüsse für jede Kilowattstunde produzierten Strom, wenn sie auf regenerative Energieträger setzen. Pflanzenöle werden daher immer häufiger als Primärenergieträger eingesetzt. In der Regel werden hier spezielle Ölpflanzen verarbeitet und an den Endverbraucher verkauft. Auch Blockheizkraftwerke können mit Pflanzenöl betrieben werden. Wie dies geschieht und welche Förderungen durch den Staat möglich sind, erfahren Sie in dieser Rubrik.
Pflanzenöl ist nicht gleich Pflanzenöl!
Experten gehen davon aus, dass es rund 2000 Ölpflanzen gibt. Von denen lassen sich aber nur ca. 300 zu Brennstoffen verarbeiten, die man auch wirklich nutzen kann. Besonders wertvoll ist hierbei sicherlich das Rapsöl, mit dem sich unsere Seite in der Rubrik Rapsöl BHKW intensiver beschäftigt. Darüber hinaus können Palmöl und Sojaöl als Brennstoff für den Betrieb von Blockheizkraftwerken verwendet werden. Allerdings werden diese Energieträger im Gegensatz zum Rapsöl meistens importiert. Generell ist zu beachten, dass das Pflanzenöl nicht mit normalem Heizöl zu vergleichen ist. Pflanzenöl weist nämlich eine andere Viskosität (Zähflüssigkeit eines Fluids) auf. Diese ist in der Regel höher. Darüber hinaus besitzt Pflanzenöl einen höheren Flammpunkt.
Biomassenstrom-Nachhaltigkeitsverordnung
Gerade im Bereich der Energieversorgung bzw. der Herstellung von alternativen Energieträgern gibt es sehr viele Richtlinien und Verordnungen. Wie und in welcher Art und Weise Pflanzenöle genutzt und gefördert werden dürfen, ist in Deutschland in der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung geregelt. Oberstes Ziel ist es, dass durch die Herstellung und den Verkauf der alternativen Energieträger die Umwelt geschont wird. Gleichzeitig ist mit dieser Verordnung der Schutz von bestehenden Naturreservaten verbunden. Durch den Anstieg des Pflanzenölverbrauchs (v.a. Palm- und Sojaöl) kam es nämlich in den letzten Jahren zu einer verstärkten landwirtschaftlichen Nutzung bestehender Waldflächen (z.B. Abholzung tropischer Regenwälder). Dies ist natürlich nicht im Sinn einer umweltschonenden Erzeugung von regenerativen Energieträgern.
Pflanzenöl als BHKW Energieträger
Wenn man das eigene Blockheizkraftwerk mit Pflanzenöl betreiben will, muss man beim Kauf der Anlage darauf achten, dass der Motor dieses auch verträgt. Generell sind hierfür Verbrennungsmotoren geeignet. Wie es der Name bereits andeutet, wird der Energieträger in dem Motor verbrannt, so dass dieser mechanische Energie erzeugt. Diese treibt den Stromgenerator an. Gleichzeitig produziert der Motor Abwärme. In der Regel werden die Blockheizkraftwerke mit Raps-, Soja-, Sonnenblumen oder Palmöl betrieben. Die Motoren sind auf den Betrieb im BHKW angepasst worden. Generell sind Pflanzenöle derzeit noch ein wenig teurer als Heizöl. Es dürfen generell nur Pflanzenöle verwendet werden, die bestimmten DIN Normen unterliegen. Diese legen unter anderem folgende Kriterien fest.
- Dichte
- Flammpunkt
- Heizwert
- Schwefelgehalt
- Cetanzahl (Zündwilligkeit)
- Jodzahl
- Viskosität
Kosten für Pflanzenöle
Natürlich könnte man auf die Idee kommen, einfach das Sojaöl aus dem Supermarkt zum Antrieb des Blockheizkraftwerks zu verwenden. Allerdings ist dies auf Dauer sehr kostspielig und daher nicht zielführend. Daher muss man das jeweilige Öl immer in größeren Mengen kaufen. Generell kann man Pflanzenöle für den Betrieb eines Blockheizkraftwerks bei diversen Öllieferanten kaufen.
Auf jeden Fall lohnt sich ein Preisvergleich zwischen den einzelnen Öllieferanten. Auch sind die Preise regional sehr unterschiedlich So kosten beispielweise 100 Liter Rapsöl in der Region Wolfsburg rund 123 Euro[1]. In Dortmund hingegen zum gleichen Zeitpunkt rund 183 Euro[2].
[1] Stand August 2010
[2] Stand August 2010
