Rapsöl
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Das Rapsöl BHKW
Fossile Rohstoffe, wie z.B. Erdöl oder Erdgas, stehen nur in einem begrenzten Umfang zur Verfügung. Experten gehen davon aus, dass noch vor Ende des 21. Jahrhunderts, die viele Erdöl-Ressourcen aufgebraucht sein werden. Die Suche nach neuen Energieträgern hat einige sehr wertvolle Rohstoffe in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Dazu gehört vor allem Rapsöl. Im Frühsommer sieht man vielerorts blühende Rapsfelder, die durch ihr gelbes Blütenmeer besonders ins Auge stechen. Raps ist einer der populärsten Rohstoffe zur Gewinnung von neuer Energieträger. Viele Landwirte haben sich hierzulande komplett auf die Produktion von Rapsöl eingestellt und werden damit zukünftig zu einem der wichtigsten Energielieferanten. Das Pflanzenöl hat als alternativer und vor allem regenerativer Energieträger in den letzten Jahren einen enormen Boom erlebt. Dies gilt natürlich auch für den Betrieb eines Blockheizkraftwerks. Weltweit wurden 2007/2008 rund 18,4 Millionen Tonnen Rapsöl produziert. In Deutschland reichten dabei die angebauten Rapssamen nicht aus, um den gesamten Bedarf zu decken, so dass die Differenz mit Importen gedeckt werden musste. Beim uns erfahren Sie, wie man aus dem gelbem Blütenmeer Brennstoff für Blockheizkraftwerke werden, welche Vorteile das Öl mit sich bringt und welche Kosten bei der Nutzung entstehen.
Herstellung und Verwendung von Rapsöl
Im Gegensatz zu anderen pflanzlichen Rohstoffen ist der Ertrag pro Fläche weitaus geringer. Diesen Nachteil macht das Rapsöl aber durch seine Wirtschaftlichkeit und Energiebilanz wieder wett. Bei der Gewinnung von Rapsöl stehen die Samen der Pflanze im Fordergrund. Diese werden durch eine Ölmühle gepresst. Es gibt auf der einen Seite die sogenannte Kalt- und auf der anderen Seite die Heißpressung. Bei letzterer werden die Samen auf 220 Grad Celsius erhitzt. Man nennt diesen Vorgang auch raffinieren. Die Kaltpressung verläuft hingegen bei einer Temperatur zwischen 130 Grad Celsius und 190 Grad Celsius. Rapsöl wird durch einen Prozess, der sich Umesterung nennt, auch in Biodiesel umgewandelt. Mit einem entsprechenden Dieselmotor, kann man den Diesel auch als Primärenergie für das Blockheizkraftwerk nutzen. Bei der Herstellung des Öls entstehen auch pflanzliche Abfallprodukte, die als Futtermittel verwendet werden. Wird Rapsöl als Energieträger verwendet, unterliegt es bestimmten Qualitätskriterien. Dazu gehört z.B. auch die Norm DIN V 51605. Die Norm legt unter anderem folgende Kriterien fest:
• Dichte (bei 15 Grad Celsius)
• Flammpunkt
• Heizwert
• Schwefelgehalt
• Cetanzahl (Zündwilligkeit)
• Jodzahl
• Viskosität
Rapsöl als BHKW Antriebsstoff
Rapsöl ist durch seine speziellen Eigenschaften ein sehr guter BHKW Primärenergieträger. Wer sein Blockheizkraftwerk mit Rapsöl betreiben möchte, muss auf jeden Fall eine Anlage mit Verbrennungsmotor kaufen. Schließlich wird durch die Verbrennung des Öls der Motor angetrieben, der auf der einen Seite Abwärme erzeugt und auf der anderen Seite den Stromgenerator zum Laufen bringt. Neben Rapsöl gibt es auch noch Rapsdiesel. Wenn man sich für diese Variante entscheidet, benötigt man ein Blockheizkraftwerk, dass mit einem Dieselmotor angetrieben wird. Wie beim Dieselauto, darf der Motor auch nur mit diesem Treibstoff betrieben werden.
Kosten für Rapsöl
Rapsöl wird mittlerweile von verschiedenen Herstellern und Lieferanten angeboten. Bei der Wahl des Lieferanten sollte man auf jeden Fall auf Preisunterschiede achten. Daher ist ein Vergleich immer ratsam. Auch sind die Preise regional sehr unterschiedlich So kosten beispielweise 100 Liter Rapsöl in der Region Wolfsburg rund 123 Euro. In Dortmund hingegen zum gleichen Zeitpunkt rund 183 Euro (Stand August 2010). Wie die Preise in Ihrer Region aussehen, können Sie einfach und schnell mit unserem praktischen Rapsölfinder errechnen.
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